Weekend Reader Woche 29

Die Zukunft der Collaboration - Microsoft will mitreden

Ich versuchte «Collaboration» schon mal zu erklären und kam zum Schluss, dass wir heute noch nicht auf dem Punkt sind wenn wir es als einzelne Plattform-/Applikationsaufgabe ansehen. Microsoft als wohl aktuell dominantester Player in dem Markt, will sich aber nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen und warten bis die Distuption von Sharepoint und Office einschlägt, sondern will die Zukunft aktiv mitgestalten.

GigJam soll dabei helfen:

GigJam, which was code-named “Magic Glass” during development, is a genuinely new idea. It s a set of apps for PCs, tablets, and phones which let you call up business information—from your own emails to figures from corporate databases—using a built-in version of Microsoft s Cortana voice assistant. The apps format the info on cards. Then you can circle items you d like to share—crossing out any which must remain confidential—and route them to one or more coworkers. You can choose to make the views you send them read-only or editable, and can annotate them with audio comments and on-screen notes.

Dabei kommt man endlich vom Gedanken weg, «Collaboration» finde nur im Rahmen von Dokumenten statt. Mittels Karten, davon gehe ich aus, kann man auch auf Basis von Informationsstücken, aus eben Dokumenten oder Datenbanken, zusammenarbeiten. Die heutige Praxis limitiert Inhaltskreativität und -collaboration. Das Dokument gibt einen Rahmen vor. In diesem Rahmen bewegt man sich bereits. Die Freiheit führt vielleicht zu besseren Inhalten die dann bei Bedarf in ein Dokument gegossen werden. Benedict Evans beschreibt dies schön mit dem Blick zurück. Office ist eine Abbildung der Prozesse mit Schreibmaschinen. Verschnellert aber nicht grundsätzlich neu durchdacht. Er sieht auch in «Messaging» den grossen Disruptor für alle Businesssoftware:

Old: all software expands until it includes messaging New: all messaging expands until it includes software via Twitter

Das Feld braucht sicher Veränderung. Die heutigen Lösungen halte ich nicht für schlussendlich befriedigend. Wenn nun eine Firma wie Microsoft dieses Feld verändern will, freue ich mich. Schliesslich hat Microsoft die Erfahrung, das Engagement und die Mittel um der Idee eine Weile treu zu bleiben.

Siehe auch t3n zum Thema.

Selbstzerstörende Mücken

Mücken haben keinen höheren Sinn wie Bienen. Schwierige Ausgangslage wenn man dann der dominierenden Spezies auf dem Planeten in der Nacht auf den Wecker geht und sogar noch Krankheiten überträgt. Der Trick tönt clever, beunruhigt mich aber ein wenig. Wissen wir wirklich was dann passieren wird? Denke dabei noch jemand an den Koala aus den Simpsons?

Frag Paul: Soll ich noch ein Windows Phone haben?

Wie legen Windows Fans die Kündigungen und die Mail von Satya Nadella aus? Paul Thurrott hat schon recht. Es gibt keinen unmittelbaren Grund von Windows Phone weg zu gehen (wenn man jetzt drauf ist). Sich jetzt aber neu mit dem Ökosystem auseinander zu setzen halte ich für gewagt.

Ein Feld wo ich persönlich ja Wachstumspotential für Windows Phone ähm Mobile sehe, sind Unternehmen. Die Integration von Smartphones in Unternehmen ist grösstenteils möglich, doch immer noch mit grossen Aufwänden verbunden. Da man daneben bald eine komplette Windows 10 Managementumgebung haben wird, gibt es Konsolidierungspotential. Da passt diese Studie von CompTIA wonach BYOD in mehr Unternehmen wieder verboten wird. BYOD war ja der Unheilsbringer für die etablierten Unternehmenshersteller Microsoft und Blackberry. Für Blackberry ist es wohl zu spät. Für Windows… wer weiss.

Gamification im Servicedesk

Wenn unser Leiter des internen Service Desk über Gamification schreibt, freue ich mich über die spannenden Einsichten:

In unregelmässigen Abständen werde ich hier über unser Gamification Projekt bei uns in der Firma schreiben und Euch quasi an der Entstehung teilhaben lassen.

Das unregelmässig nehme ich aber sehr ernst. Unsere Mühlen mahlen langsam. Kaum was, dass für wöchentliche News gut ist.

Ehemaliger Mitarbeiter von Hackingteam meldet sich zu Wort

Die Anstellung ist mit 9 Jahren schon eine Weile her, aber die Message ist korrekt. Das «Big Picture» im Kopf behalten und sich nicht in den Nebenschauplätzen verlieren die sich durch einen solchen Skandal natürlich ergeben. In einem Politthriller würde ich dies sogar als Gegenmassnahme der Regierung beschreiben. Die kleinen Skandälchen herauspicken und die volle Aufmerksamkeit, via Kontakte in die Medien, darauf lenken. Ach gibts ja schon.

Sind Entwickler Künstler?

Wir hatten das Thema ja mal. Entwickler sehen sich einer Armada von Hobbyentwicklern gegenüber. Ohne wirtschaftliche Rahmenbedingungen können diese sich mit vollem Elan in die Entwicklung von Apps stürzen. Features unterstützen die vielleicht nicht zu Mehreinnahmen führen, etc.

Das ist die von aussen aufgedrückte Situation. Aber auch der Entwickler selber kann viele Parallelen seines Handwerks mit der Kunst finden. Gus Mueller, Acorn-Entwickler legt seine Gedanken dar.

Der letzte auf der Party

Ihr kennt das. Ein Gast will und will nicht gehen. Man hatte einen guten Abend, aber es ist irgendwann auch mal gut. Flash ist so ein Gast auf unserem Computer.