Weekend Reader Woche 05

Outlook für Mobile

Microsoft kaufte im Dezember ja die interessante Mail App „Accompli“. Diese ist nun als „Outlook for Mobile“ in den App Stores aufgetaucht. Die anfängliche Euphorie wich aber schon Skepsis: Hübsch aber gefählich.

Google vernachlässigt seine Archiv Versprechungen

Google wollte lange alles Wissen sammeln und zur Verfügung stellen. Mit neuen Geschäftsfeldern verschwand dieser Fokus und die Archive bleiben unbearbeitet. Das Internet-Archiv will in die Bresche springen.

Leute für soziale Software begeistern

Sponsored Post, aber hat doch seine Wahrheiten. Leute springen nicht von sich aus auf „Social Software“. Wie alles muss auch ein Intranet verkauft werden. Mit einer einfachen Message klappt dies einfacher als mit komplizierten und verwirrenden Feature-Sammlungen.

Dem Untergang geweiht

Einen kleinen Unterbruch in den Totsagungen Apples gab es nach der Ankündigung der letzten Quartalszahlen. Nicht nur gut, sondern die besten einer Firma. Aller Zeiten. Der Computerhersteller der 1997 nur dank einer Finanzspritze seines Konkurrenten überlegt. Ziemlich beeindruckend.

Benedict Evans zeigt die Zahlen als Diagramm-Sammlung.

Wieso hat das Nexus 6 keinen Fingerabdruckscanner?

Apples Geld hat indirekt damit zu tun. Apple kaufte nämlich den führenden Hersteller von Fingerabdruck-Hardware. Hatte ich so auch schon von einem Microsoft-Mitarbeiter gehört.

Über den App Store

Betrachtung der Verkaufszahlen in Apples App Store. Survival of the fittest.

Die moderne Arbeitsform ist für unser Hirn nicht optimal

Wir können eigentlich nicht so gut verschiedene Aufgaben erledigen wie wir meinen. Schade, aber kaum zu verhindern.

But there’s a fly in the ointment. Although we think we’re doing several things at once, multitasking, this is a powerful and diabolical illusion. Earl Miller, a neuroscientist at MIT and one of the world experts on divided attention, says that our brains are “not wired to multitask well… When people think they’re multitasking, they’re actually just switching from one task to another very rapidly. And every time they do, there’s a cognitive cost in doing so.”

Migrationsaufwände bei Software

Es ist eines der grossen Ziele. Software soll möglichst unabhängig vom Betriebssystem und seinen Versionen sein. Das dies in Theorie sehr möglich ist, zeigt ein Programm, welches seit Classic Mac OS relativ unverändert lauffähig ist.

Aus dem Hamsterrad

Immer neue Geräte. Neue Versionen. Neue Apps. Eigentlich nicht notwendig sagt uns Walt Mossberg. Man kann auch mit seinem iPhone 5 noch glücklich sein. Oder, vielleicht auch, wie auf dem Bild, mit einem Blackberry :) Wobei das halte ich für eine Überzeichnung.

Neues HTC Gerät

Kommt mir irgendwie bekannt vor. Woher nur?

Libre Office im neuen Kleid

Ich verstehe eigentlich niemanden mehr, der sich für den Privatgebrauch Microsoft Office kauft1

Die Alternativen sind „gut genug“.

Apple - Öl Firma?

MG Siegler mit seinem Kommentar zum Rekordquartal. Wie Öl-Firmen ist auch Apple in seiner heutigen Form und Grösse von einem Geschäftszweig abhängig. Weder iPad noch Apple Watch könnten dem Geschäftsmodell das Wasser reichen. Was soll jemals so gross werden?

Relaxen

Stundenlange 4K-Entspannung.

Bonds „Black-Tie“-Outfits

Der Lieblingsagent der Welt in seinen formellen Anzügen.

Handschrifttrainerin

Was es nicht alles gibt.

Additionally, many of those aged 35 and under have discovered that they cannot read cursive — and that this has numerous personally and professionally embarrassing consequences.

Uuuiiii. Untergang der modernen Zivilisation.

Just days after the worst of the disaster was being overcome in one Florida town, their largest local hospital flew me in to give the doctors some emergency handwriting training because the hospital’s Medical Records staff couldn’t read most of the handwritten records the doctors created in the four days during which the storm had knocked out the hospital’s power system and therefore the computers.

Ich wusste bis vor einigen Wochen auch nicht, dass es verschiedene Stile von kursiver Schrift gibt. Wobei, eigentlich logisch. Wir Menschen konnten uns noch nie auf „etwas einzelnes“ einigen.

Mittelerde als Google Map

Es fühlt sich etwas an wie das erste Mal Südafrika. Bloemfontein tönt ziemlich anders als es sich liest. Wenn man also in die Richtung geschickt wird, hat man anfangs etwas Mühe. Ähnlich dürfte es mit Cirith Urgol sein. Wobei wer will da schon hin.

Zeitlinie des iPhone und iOS

Es war ein ereignisreicher Weg bisher.

Die Top 25 Schriftarten

Etliche Typographen wurden über die Jahre zu ihrer Lieblingsschriftart befragt. Comic Sans ist nicht dabei.

Schlechte Annahmen

Ben Thompson über Apples Quartal und die schlechten Annahmen die „Analysten“ noch immer als Grundlage für ihre Bewertungen nehmen. Zwar nicht Gartner, aber er scheint ein bisschen Ahnung zu haben von was er spricht.

In Deutschland sollen schon bald Roboter fahren

Im letzten Jahr verlinkte ich einen Artikel über den Unfug selbstfahrender Autos. Damit waren die Aussagen gemeint, dass alle Autos bald überall autonom unterwegs sein werden. Gewisse Strecken von man eincheckt und dann dem Computer die Steuerung übergibt, werde ich wohl sogar noch erleben.

Deutschlands Verkehrsminister möchte dieses Feld nicht den Amerikanern überlassen, und pusht die Vorstösse im eigenen Land.

Gratuliere!

Das iPad wurde fünf Jahre alt. Die Zeit vergeht.

Lohnt sich ein Sponsorship bei Daring Fireball?

John Gruber hat ja inzwischen einen ziemlichen Erfolg. Er verdient sein Geld seit 2006 mit seinem Blog. Sponsoren ermöglichen dies. Einer der Sponsoren, der Macher der Blog-App Desk, beschreibt seine Gedanken und Erfahrungen mit seinem ersten Sponsoring.

TL;DR: Es lohnte sich sehr.

Siehe auch die nachfolgende Diskussion auf Hacker News.

Weekend Reader Woche 3"

Unabhängige Entwickler

Letzte Woche wurde ich gefragt was denn ein “Indie Developer” ist. Da die Erklärung wohl noch präsent ist, passen folgende Geschichten aus dem Leben solchiger:

Die Geschichte des “User Interface”

Dave Wiskus in einer Folge seiner sehr empfehlenswerten “Youtube-Show”:

Follow Up zu Apples Softwarequalität

Vieles mehr wurde geschrieben. Gesammelt von Michael Tsai.

Hat Nordkorea Sony angegriffen?

Bruce Schneier, bekannter Sicherheitsexperte, setzt hinter einige der “Fakten” Fragezeichen.

Whatsapp hat nun SMS überholt

Nicht schlecht. Von fünf Leuten gegründet hat es eine Multi-Milliarden-Industrie überholt. Nun wie weiter?

Chrome Remote Desktop nun auch für iOS

Remote Support für die Massen.

Was kommt nach “Responsive Design”?

Nach den Textfeldern folgen nun vielleicht auch Logos. SBB wäre jedenfalls mit dem Logo gut aufgestellt. Immerhin.

Schürlischrift lernen

Was man in der Schule mal konnte und höchstwahrscheinlich seither verlernte, kann mit viel Elan noch viel besser wieder gelernt werden. Eine Geschichte mit einem kleinen Funken Irrsinn aber viel Hingabe und beeindruckenden Ergebnissen.

Deine beste Arbeit

Michael Lopp, der einen interessanten Lebenslauf hat über offene Büroräume:

I have a variety of issues regarding the open office trend. Let’s start with the fact that the folks often making the space decision are managers who already don’t spend much time at their desk because they are, by necessity, in meetings all day.

These same managers are often ones who are staring at the bottom line with the best intentions. With the increasingly painful rents in technology hotbeds like Palo Alto, San Francisco, and New York city, it just makes good financial sense to reduce the square footage per employee

I appreciate the math because I’ve done it, but I get twitchy when fiscal responsibility is used a justification for maximizing productivity. This, my friends, is called a rationalization – a defense mechanism in which controversial behavior are explained in a seemingly rational manner to avoid the true explanation. It is also bullshit.

Und bevor ich den ganzen Artikel zitiere, gehet und leset ihn.

Regierungen gegen Sicherheit

Sicherheit ist gut. Nur nicht zuviel. Nur soviel, dass Regierungen den Bösen noch immer auf die Finger schauen können. Nur:

There is no magic way to have encryption that only “good guys” can intercept. As for the fear that is driving this, I offer the words of Benjamin Franklin: “Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.”

HR wird sich verändern

Den Link erhielt ich via Twitter (ich glaube von Jonas) gerade als wir an der Management Klausur über einzelne Mitarbeiter und deren Leistungen im vergangenen Jahr sprachen. Ein Modell der Vergangenheit. Mit Daten und Analyse wird nämlich eine Vorhersage möglich, meint Forbes. Ein bisschen das “Minority Report” der Personalbeurteilung.

Augenschmaus

Apple baut nicht nur schöne Geräte, sondern regt auch ein Ökosystem mit geschmackvollen Accessoires an.

Tipps für mehr persönliche Produktivität

61 Experten geben ihre drei besten Tipps weiter. Da kommt ein Haufen zusammen. Nicht gleich 183, da Evernote von fast allen genannt wird ;)

Samsung will Blackberry kaufen

Oder doch nicht?

Wie Jason Snell Podcasts aufnimmt

Er hat jedenfalls mit seiner Vielzahl an Podcasts nicht zuwenig Erfahrung.

Über den Browser als Applikationsplattform

What we’re doing wasn’t even possible in the browser a few years ago. It’s time to revisit our received wisdom.

Dazu passend, wenn auch etwas Abstraktion notwendig ist: Mobile Platforms and technical debt. Heute bereits auf die Zukunft vorbereiten:

One of the fundamental problems that killed Nokia, Palm and RIM was that in 2000 or so they designed their platforms around presumptions and tradeoffs that were correct for the time but which made it very difficult to compete with iOS and Android 5-10 years later. They presumed slow CPUs, little memory, and slow networks, as well as only resistive touch screens or no touch at all, and they traded off performance and a richer experience for battery life.

Büro-Rebellion

Einer der gutes Stiftwerk schätzt war so frustriert über die Schreibutensilien seines Arbeitgebers, dass er eine Verbesserung in die Hand nahm. Love it or change it in seiner besten Form :)

Archäologie über “About” Dialoge

War nicht immer hübsch. Illustrator blieb sich lange treu. Und schaut mal wer eigentlich Powerpoint entwickelt hat ;)

Wie lange sollte eine Zeile Text sein?

Nichts direkt anwendbares. Bleibts also vorerst mal so.

Weekend Reader Woche 2

Vom funktionalen Plateau absteigen

Marco Arment schrieb über den Verlust des “functional high ground” für Apple.

Apple’s hardware today is amazing — it has never been better. But the software quality has fallen so much in the last few years that I’m deeply concerned for its future.

Der Beitrag passte so gut in die Meinung der Zeit, dass er etwas viel Staub aufwirbelte. Marco bedauert den Beitrag inzwischen bereits.

Es gab aber eine interessante Diskussion rund um das Thema. Weg von Tech-Medien die auf der Jagd nach möglich vielen Klicks sind:

Daniel Jalkut, ehemaliger Apple Mitarbeiter und heutiger “Indie-Developer” erinnert an die zahlreichen Software Schwächen der Vergangenheit.

Over the years I have never been at a loss for identifying problems big and small with Apple’s products or the way it conducts its business. I’m sure I had plenty of complaints starting in 2002, but I didn’t start blogging in earnest until 2005. Here are some highlights to remind you that things have never been fine with Apple

Dr. Drang, der geheimnisvolle Schneemann, kontert:

Are you as enthusiastic about demonstrating recent versions of OS X as you were about Leopard? Have you avoided family members who keep asking you why their iPhones don’t have enough free space to install iOS 8? Do you think it might be better if your friends stick with Android because then you won’t feel responsible if some of their data doesn’t sync?

Craig Hockenberry schreibt einen offenen Brief an Tim Cook

Before I close this letter, I’d like to offer a final observation. Apple is a manufacturing powerhouse: the scale of your company’s production line is an amazing accomplishment. Unfortunately, software development is still a craft: one that takes time and effort to achieve the fit and finish your customers expect. Apple would never ship a device that was missing a few screws. But that’s exactly what’s happening right now with your software products.

Mir selber fallen die Schwächen glücklicherweise nicht auf. Keines meiner Geräte, intensives Holzklopfen, ist von diesen Problemen befallen. Mein iPad mini hat ein wenig WiFi Probleme die ich mit meiner Historie aber eher aufs WLAN als aufs Gerät schiebe.

Ernst zu nehmen sind die Anzeichen aber sicherlich.

Die grössten Tech-News 2014

Faul wie ich über die Festtage war, blieb mein Blog unbefüllt, und so sind noch einige Jahresrückblicke in der Pipeline. Auf Techpinions schreibt Jan Dawson über die grossen News von 2014 aus Tech-Sicht.

Panic in 2014

Die Softwareschmiede Panic hat ebenfalls das Jahr Revue passieren lassen. Ein ereignisreiches Jahr mit dem Ausstieg aus dem Mac App Store und der Launch verschiedener Major-Versionen.

Interessant finde ich besonders den Split zwischen den Erträgen von iOS und Mac OS. Obwohl etwas über die Hälfte der Verkäufe von iOS kommen, ist Mac OS für 83% der Erträge verantwortlich.

Kanban in einer Agentur

Was ich, zugegebenermassen hemdsärmlig und mit wenig Durchsetzung im eigenen Team versuche, machen andere bereits länger und erfolgreich.

Die Anforderungen ändern sich häufig während der Umsetzung des Projektes und neue bisher nicht beachtete Aspekte kommen hinzu – das Projekt ist einem kontinuierlichen Wandel unterworfen und ein gutes Projektmanagement ist hier unabdingbar für ein erfolgreiches Projekt das pünktlich fertiggestellt wird.

Die Veränderung ist hier der wichtige Punkt. Veränderungen kann man nicht mehr mit den klassischen Methoden gerecht werden. Agile Methoden haben hier klare Vorteile, müssen aber durch die ganze betroffene Organisation getragen werden. Agile Methoden gepaart mit klaren Phasenenden mit klaren, vorgängig umrissenen Lieferobjekten passen kaum zusammen.

Sunday Dish von Karin Friedli

Eine Zusammenstellung interessanter Links am Wochenende? Finde ich immer gut und werde ich immer verlinken wenn ich sie finde. Deshalb auch Habis Zusammenstellung für Januar.

Offene Büros zerstören den Arbeitsplatz

Nach einer Management Klausur werde ich ins Büro zurückkehren. Ins Büro wo man bald Desksharing umsetzen wird. Das Wehklagen ist gross. Die wirtschaftliche Realität aber auch. So sehe ich persönlich es eher gelassen, trotz all der “Beweise” von Artikeln. Wieso regt man sich über Dinge auf die man nicht verändern kann?

Datenwissenschaftler sollte man sein

Die sind 2015 gesucht wie noch nie. Und da nicht alle Firmen die Top Shots holen oder heranziehen können, soll man sich auf die Community verlassen.

Kommunikationshamster

Wir sammeln alles. E-Mails, Tweets, Bilder. Doch in der Menge verliert man den Überblick über die Perlen. Was war wirklich wichtig?

The more of my communication I keep, the less each piece means to me. It feels like I m losing something as a result, even as I gain a trove with massive potential meaning. My wife s grandfather was in Paris during WWII with the US Army. In the two years he was away, his wife had their first child - an event he only discovered weeks later via mail. The letters they wrote one another are unbelievable historical artifacts that shape their and our understanding of them and the world.

Weniger wäre mehr.

Für die wichtigen Dinge gibt es natürlich auch noch Tools um sie der Nachwelt in besseren, lesbaren Formaten zur Verfügung zu stellen.

Die schönsten Bibliotheken der Welt

Beeindruckend. Auch etwas das wir mit unserer digitalen Welt vermutlich verlieren werden. Hach bin ich sentimental drauf.

Handschrift ist besser als Tippen

Mit meinen 86 Worten / 440 Zeichen pro Minute bin ich schneller als 87% der Testteilnehmer. Das lässt mich Sitzungsnotizen fast im O-Ton machen. Dies tat ich, in abgeschwächter Form, auch eine Zeit lang. Ich merkte aber, dass ich mich schwer erinnern konnte was ich schrieb. Die Notizen selber habe ich aus Zeitmangel auch kaum mehr konsultiert. So wich ich auf Papier aus. Das stärkt die Erinnerung an das Geschriebene und hat den angenehmen Nebeneffekt, dass man sein Gehirn anders trainiert (und nicht von E-Mail und Co. abgelenkt wird2

Ein neues E-Mail Protokoll

E-Mail ist ja schon aus der Steinzeit. Fastmail möchte nun ein besseres Protokoll zu Grund legen und es so in die Zukunft transportieren. Andere beschwören das Ende herauf.


  1. Und sich machen es einem fürwahr nicht einfach. Ich bin jedenfalls im Quicksupport beim Nachbarn gescheitert es zu kaufen. Kann am Shop gelegen haben, oder an Microsoft. Wer weiss. Aber es bedurfte eines händischen Prozessschritts, welcher natürlich erst während der Arbeitswoche durchgeführt werden konnte. Schade. ↩︎

  2. Nicht umsonst mehren sich die Artikel über Verbote von Notebooks in Klassenzimmern und Studiengängen. ↩︎