Man könnte meinen “Zero Trust”-Konzepte seien eine top moderne Modeerscheinung. Ohne jetzt die volle Recherche-Power des Internets zu nutzen, kann ich allerdings sagen, dass diese Konzepte schon seit über zehn Jahren propagiert werden. Google war der erste grössere Implementator.
Auf einen Satz zusammengedampft besteht “Zero Trust” in der ständigen Authentisierung von Anwendern, Anwendungen und Endgeräten.
Als Verfechter von benutzbarer Sicherheit sehe ich hier auch den Grund für den jetzigen Erfolg des Konzepts. Heute sind die Lösungen so einfach zu verwenden, dass Anwender akzeptieren sich ständig anmelden zu müssen. Weil Anwender Anmeldungen in den meisten Fällen gar nicht mitkriegen. Sie melden sich via Biometrie an ihrem Endgerät an. Dieses Endgerät ist fix auf sie zugeteilt und deshalb in Systemen als sichere Anmeldung hinterlegt.
Als Berater/Architekt bei einem Cloud-Dienstleister ist die Frage eigentlich mein täglich Brot: Weshalb verschieben wir Informatik in die Cloud?
Die Frage ist je nach Kunde mehr oder weniger beantwortet. Wenn ich ein bisschen reflektiere komme ich auf folgende Gruppierungen.
Gestern - Kosten Die ersten Cloud Migrationen waren noch sehr stark von versprochenen Kostenvorteilen geprägt. Kaum ein Cloud-Projekt, welches dies nicht als hauptsächlichen Treiber hatte. Die Kostenoptimierungen sollten primär kommen, weil Clouds einerseits tiefere Preise wegen Skalen-Effekten anbieten konnten, sekundär brachte das pay-per-use Prinzip aber auch Potentiale Fixkosten einzusparen wenn Dienste nicht dauernd oder mit tiefer Auslastung bezogen werden mussten.
Am heutigen Azure User Group Treffen zeigte uns der MVP Sami Laiho wie man seinen Cloud Tenant absichert. Dies auf gewohnt unterhaltsame Weise. Wer sagte Finnen sind humorlos?
Danke an die Azure UG Bern für die Organisation und Zühlke für die Gastfreundschaft!
Ich werde oft gefragt welche App ich für meine Sketchnotes verwende. Als ob die App magische Kräfte hätte und die Wahl der richtigen App die Erstellung von Sketchnotes quasi automatisieren würde1.
Die (Teil)Zusammenfassung des grossartigen Buchs “Good To Great” von Jim Collins habe ich mit den am Kindertisch vorhandenen Mitteln erstellt. HB Bleistift und A4-Papier. Mir gefällts trotzdem:
Ich verwende auf dem Windows Tablet jeweils OneNote weil es einfach da ist. Lieber nutze ich aber das iPad Pro mit Paper, weil die Stifte vielfältiger sind. Beides sind aber äusserst rudimentäre Apps ohne Layer oder viel Bearbeitungsmöglichkeiten. Echte Kunstwerke die ich hin und her bearbeiten möchte, würde ich mit Procreate erstellen. ↩︎
Am 1. März 2019 war es soweit. Ich beendete mit meinem Eintritt bei isolutions was im August 1996 begann. Meine Laufbahn bei SBB. Eine Frage die ich immer wieder hörte war schon lange: “Wie hälst du es so lange beim gleichen Arbeitgeber aus?” und, ironischerweise, die zweite Frage dann nach dem Weggang: “Wieso verlässt du die SBB nach so langer Zeit?”. Auf beide möchte ich hier eingehen.
SBB Informatik # Ich bin irgendwann als klassischer Quereinsteiger in die IT gerutscht. Erst über eher koordinative, später dann immer technischere Tätigkeiten. Dabei habe ich SBB IT in vielen Phasen beobachten dürfen, was später mit etwas Reflektionsfähigkeit durchaus interessant war. Es entwickelte sich von der steten Rechtfertigung von Kosten, hin zum Management von Risiken bis zum heutigen Status als “Businesspartner auf Augenhöhe”. SBB IT ist ein höchst spannender Laden. Seit längerem im Outsourcing-Betrieb, grosse eigene Entwicklungsabteilung und eine Grösse die viel Komplexität mit sich bringt. Dabei ist SBB IT aber auch hochgradig agil und voll von tollen Leuten - zwei Dinge die man gemeinhin bei so grossen Dampfschiffen ja nicht erwartet, wenn man es nicht kennt. Das beantwortet auch schon die erste Frage. Man kann es bei SBB IT sehr lange aushalten ohne Tag für Tag den gleichen langweiligen Job zu machen. Ich durfte auch diverse Male erfahren, wie mit einer guten Idee, ein paar begeisterten Kollegen und Einsatz sehr grosse Veränderungen angestossen und begleitet werden können.