Homeoffice Setup

Der Philip Büchler war nie ein grosser Nutzer des Homeoffice. Was immer ein bisschen Verschwendung war, da ich schon seit Jahren keine Einschränkungen von Vorgesetzten oder Firmenkultur mehr gehabt hätte. Es ist wohl der Herdentrieb oder die Macht der Gewohnheit die mich morgens in den Zug ins Büro treibt.

Nun haben die äusseren Einflüsse aber zugeschlagen und mein Keller, den ich primär eingerichtet habe um rumzuexperimentieren, ist jetzt auf unbestimmte Zeit mein primärer Arbeitsplatz. Das hat jetzt auch zur Folge, dass ich seit Jahren zum ersten Mal wieder einen Platz habe der fix mir gehört und den ich entsprechend auf meine Bedürfnisse optimieren kann.

Beginnen wir mit dem was ich sehe:

There is no such thing as enough screens

Lange Zeit war mein optimales Setup ein leerer Tisch und mein Notebook. Ich war mich so gewöhnt auf dem Notebook zu arbeiten, dass ich in jedem Kaffee oder Büro meine gewohnte Arbeitsumgebung hatte. Mit dem grossen “Curved”-Monitor bei isolutions gewöhnte ich mich jetzt aber auch wieder an die Vorzüge von viel Bildschirmfläche. Was ich jetzt im Homeoffice vielleicht etwas übertrieben habe.

  1. Mein Notebook auf einem Ikea Bambusständer: Das dient primär als Webcam für die vielen Teams-Anrufe. Die Kamera ist damit auf einer etwas besseren Höhe als wenn sie mir von unten in die Nasenlöcher filmen würde. Den Screen hab ich dann für Notifikationen von “Your Phone”, WhatsApp und für die Zeitaufschreibung.
  2. Der Hauptscreen hängt an einem Vesa Arm und lässt sich recht frei positionieren. Da findet die Party statt.
  3. Den alten Dell Screen hatte ich noch rumstehen und habe ihn jetzt als Dokumentenlesestation eingerichtet :) Er hängt am anderen Arm der Tischvorrichtung.
  4. Der König aller Mäuse, die Logitech MX Master 2. Und als kabelgebundenes Backup die Pro IntelliMouse von Microsoft. Daneben noch Krimskrams wie eine alte Spitzmaschine und Stifte.
  5. Mein Cherry MX Keyboard welches 0 Akzeptanz im Büro finden würde, dessen Klickediklack ich zuhause sehr geniesse. In meinem Kopf sing ich oft die Melodie von “Sound of the police” mit den Worten “Klickediklack, thats the sound of the homeoffice”. Das kann am mangelnden Sauerstoff und dem Beginn von Hüttenkoller liegen oder aber an der eingänglichen Melodie und dem Genuss des Tastaturstakkatos. Ich schreibe jetzt auch einfach weiter weil ich es so geniesse die Geschwindigkeit meines Zehnfingersystems mit den Cherry MX Blue Tasten zu hören.
  6. Evolution in dieser dritten Homeoffice-Woche. Zuvor lagen hier A4 Blätter auf denen ich wirre Gedanken, Skizzen und Tasks aufnahm. Neu mach ich dies direkt in OneNote welches auf dem iPad Pro liegt. Hilft auch bei Workshops um etwas präsentieren zu können an was man sich thematisch festhalten und weiterziehen kann.
  7. MacBook Pro eines Kunden auf dem ich gewisse Device-Management-Tests mache und abends in Microsoft Learn auf die Jagd nach Wissen und “Experience Points” gehe.

Dann kommt der Teil der in der ersten Woche zu vielen Rückfragen von Kollegen führte. Was hinter mir steht:

Docker, kännsch
  1. Ikea (Kalax?) wo allerlei Kleinigkeiten drinstehen die mich in irgendeiner Form glücklich machen. Bücher, Notizhefte, ein uraltes Telefon, Festplatten, ein HP ProLiant Microserver und vieles mehr. Jäger und Sammler, halt.
  2. Ich werde oft gefragt ob ich aus einem Schiffscontainer arbeite. Nein. Die Wand ist aber davon inspiriert und sie wurde relativ abenteuerlich beschafft und von mir produziert. Ist super praktisch weil man mit Magneten jetzt jederzeit etwas anbringen kann. Und mir gefällt die Schiffscontainer-Ästhetik. Als ehemaliger Mitarbeiter des Solution Center Cargo bei SBB Informatik wohl verständlich.
  3. Zwei alte Mac Pro Gehäuse. Eines ist wohl sogar noch ein PowerMac G5. Der obere ist noch voll funktionsfähig und wird ab und zu verwendet. Darin sind vier Festplatten und dadurch kann man recht einfach grosse Mengen an Daten speichern und sichern. Den zweiten hab ich mal gekauft, weil ich aus den Gehäusen einen Tisch machen liess. Hab dann aber drei Ricardo Auktionen gewonnen und deshalb ein Gehäuse über. Für mich nach wie vor der schönste Desktop aller Zeiten.
  4. Stickerset mit Berner Fluchwörtern. Früher kam immer mal so eines auf mein Notebook. Mit vermehrtem Kundenkontakt aber wohl schwierig. Die Sticker wurden vor Jahren von meinem Kollegen Chragi produziert. Darunter ein Bild der “Misty Cliffs” in Kapstadt.
  5. Alter Bigla Schubladenstock und weitere Fläche wo Magnete halten.
  6. Sagenumwobener Lederstuhl den ich von SBB erbte.

So haust der Philip Büchler also in seiner Homeoffice-Zeit.

Philip Büchler
Philip Büchler
Cloud Architect & Team Leader Cloud Consulting

Enterprise Mobility and Security enthusiast. Cloud Architect for Microsoft 365 (MEM, Intune, CA, MIP/AIP, CAS). Android Enterprise Architect.